
Guy Laliberté, früherer Straßenclown und heutiger Milliardär, soll siebter ISS-Tourist werden. (Foto: One Drop Foundation)

Guy Laliberté, früherer Straßenclown und heutiger Milliardär, soll siebter ISS-Tourist werden. (Foto: One Drop Foundation)

Kaum da, schon wieder weg: Von Meteoriten freigelegtes (und alsbald sublimiertes) Eis auf dem Mars. (Foto: Nasa/JPL)
Nachdem die Raumsonde Phoenix vor gut einem Jahr beim Buddeln im Marssand Eisbrocken gefunden hatte, war klar: In der Polarregion des Roten Planeten ist bereits wenige Zentimeter unter der Oberfläche mit gefrorenem Wasser zu rechnen. Jetzt wollen Nasa-Forscher auch in deutlich gemäßigteren Breiten auf Eisvorkommen gestoßen sein. Hilfe beim Graben bekamen sie dabei aus dem All: von Meteoriten.

Mit insgesamt zwei Millionen Dollar ist die Lunar Lander Challenge dotiert, die die X Prize Foundation im Auftrag der Nasa veranstaltet. (Grafik: X Prize Foundation)
Wettbewerbe sind derzeit in der Raumfahrtbranche groß in Mode. Seit im Oktober 2004 der mit zehn Millionen Dollar dotierte X-Prize für den ersten bemannten Privatflug ins All ausgeschüttet wurde – und gleichzeitig den Startschuss für den Weltraumtourismus gab – sind Preisgelder für alle möglichen Aktivitäten ausgesetzt: für Mond-Rover, für Weltraumaufzüge, für drahtlose Stromübertragung. Seit wenigen Tagen steht fest: Das Preisgeld für die erste in privater Regie gebaute Mondlandefähre wird die Nasa in diesem Jahr auf jeden Fall los.
Duncan Wingham, Klimaphysiker am Londoner University College, hat schon einmal Abschied von Cryosat genommen. Das war Mitte 2005. Wenige Monate später lag der Erdbeobachtungssatellit, der die Dicke der Eisschicht in Arktis und Antarktis vermessen sollte, am Grunde des Ozeans, unweit des Nordpols.
Jetzt muss Wingham, ein Brite mit vollem hellblonden Haar, ein weiteres Mal Abschied nehmen. Cryosat, der Zweite, eine Kopie des Unglückssatelliten, ist bereit für seine erste und letzte große Reise – via Baikonur ins Weltall. Er soll erfolgreicher, zäher und besser sein als das Vorgängermodell. Am Montag wurde der 75 Millionen Euro teure Nachbau europäischen Journalisten vorgestellt.