Und es ist Licht

Abends, 23.10 Uhr in Nordschweden: Die Sonne hat sich hinter ein paar Wolken versteckt, will aber nicht untergehen.

Abends, 23.10 Uhr in Nordschweden: Die Sonne hat sich hinter ein paar Wolken versteckt, will aber nicht untergehen.

Man kommt ja ein bisschen rum in diesem Job (Meine Eltern sagen immer: „Kind, was Du schon alles gesehen hast, mit Deinen jungen Jahren.“ – Ich bin zarte 36…). Aber irgendwie war ich bis vor wenigen Tagen noch niemals nördlich des Polarkreises – und schon gar nicht während der Mitternachtssonne.

So gesehen sind die Tage hier in Kiruna (mit 67° N die nördlichste Stadt Schwedens) eine echte Premiere, und ich weiß noch nicht so recht, ob sie mir gefällt. Natürlich ist es nett, abends um 23 Uhr bei Tageslicht das Mountainbike zu schnappen, den Radar Hill hochzuradeln und ein paar Bilder der ebenso hügeligen wie bewaldeten Landschaft Nordschwedens zu machen. Gleichzeitig fühlt sich das Ganze aber auch an wie ein außer Kontrolle geratener Jetlag: Es ist hell, wenn es nicht hell sein sollte, gleichzeitig ist es aber nicht dunkel, wenn es nicht dunkel sein sollte.

Vor allem: Landauf landab ist Lichtverschmutzung derzeit das große Thema, Epidemiologen diskutieren, welche Krebsgefahr von einer Straßenlampe ausgeht, deren Licht ins Schlafzimmer fällt. Und hier oben geht sechs Wochen lang die Sonne gar nicht unter. Willkommen in der Realität.

3 Antworten zu Und es ist Licht

  1. Marcus sagt:

    …neid… ;-) Viel Spaß da oben.

    • Alexander Stirn sagt:

      Danke, danke. War natürlich harte (leider auch etwas brotlose) Arbeit dort oben ;-) Aber so Arbeitstage ohne Abend und ohne Nacht wirken sich (zumindest kurzfristig) unheimlich positiv auf die Produktivität aus…

  2. […] Reisebericht von der Mitternachtssonne nördlich des Polarkreises bei Alles was […]

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