Immer dieser Airbus

30. Juni 2009
Unglücks-Berichterstattung (Screenshot: Google News)

Aktuelle Absturz-Berichterstattung, zufällig ausgewählt (Screenshot: Google News)

Warum ist es für deutschsprachige Medien eigentlich so immens wichtig, nach einem Flugzeugabsturz den Hersteller der Unglücksmaschine in den Vordergrund zu stellen? „Airbus abgestürzt“, heißt es da. Oder – wie nach dem Verschwinden einer Maschine von Yemenia vor den Komoren – unheilsvoll: „Wieder Airbus abgestürzt“. Schon wieder? Kunststück: Da sich (wenn man die kleineren Hersteller einmal außen vor lässt) zwei Flugzeugbauer den Markt der großen Passagierjets teilen teilen, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass an zwei schweren aufeinanderfolgenden Unglücken derselbe Hersteller beteiligt ist, bei fast 50 Prozent.

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Moon-Rap

26. Juni 2009

Es ist wie eine explodierende Rakete – furchtbar, aber man kann den Blick trotzdem nicht abwenden: Buzz Aldrin, promovierter MIT-Absolvent, pensionierter Luftwaffen-Oberst, bekennender Alkoholiker, begnadeter Selbstvermarkter und, da war doch noch was, zweiter Mann auf dem Mond rappt:

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Hinter den Kulissen von Kourou

24. Juni 2009
Was von "Herschel" übrig blieb: Rauchwolken am Himmel nach dem Start der Ariane 5. (Foto: Stirn)

Was von "Herschel" übrig blieb: Rauchwolken nach dem Start der Ariane 5. (Foto: Stirn)

Mehr als einen Monat sind die beiden Teleskope Herschel und Planck nun im All. Vor einigen Tagen hat Herschel das erste Bild geliefert, und die Aufnahme ist – für ein extrem langwelliges Infrarot-Teleskop, dessen Spiegel noch nicht einmal richtig abgekühlt sind – sehr beachtlich. Albrecht Poglitsch, Principal Investigator der PACS-Kamera an Bord von Herschel, meinte im Interview einmal: Übertragen auf das kurzwellige sichtbare Licht sei Herschel nicht viel besser als ein Fernglas, aber immerhin könne man im fernen Infrarot nun erstmals mit einer brauchbaren Vergrößerung arbeiten. So viel nur kurz zur Bildqualität.

Höchste Zeit also, endlich ein altes Versprechen einzulösen: Ich wollte noch ein paar Bilder von der Pressereise zum Herschel-Start nach Kourou zeigen, die nicht nur den eigentlichen Raketenstart umfasste, sondern auch einige (ausgewählte) Blicke hinter die Kulissen des Centre Spatial Guyanais erlaubten, wie das europäische Raumfahrtzentrum im französischen Dschungel offiziell heißt.

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Der Mann im Mars

15. Juni 2009

Aufnahme der Panorama-Kamera des Rovers "Spirit" an Sol 1526 (Foto: Nasa/JPL)Gruselig, nicht? Da liegt doch glatt ein menschlicher Schädel auf dem Mars. Wie? Sie sehen nichts? Na dann strengen Sie sich gefälligst mal an.

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Ein letzter Gruß an „Kaguya“

5. Juni 2009
Am 6. April 2008 filmt die japanische Mondsonde <em>Kaguya</em>, wie die Erde langsam über dem Südpol des Trabanten aufgeht (die Erde steht auf dem Kopf, unten links ist Nordamerika zu sehen). Zwischen dem ganz linken und dem äußersten rechten Bild liegen etwa 40 Sekunden. (Foto: Jaxa/NHK)

Am 6. April 2008 filmt die japanische Mondsonde "Kaguya", wie die Erde langsam über dem Südpol des Trabanten aufgeht (die Erde steht auf dem Kopf, unten links ist Nordamerika zu sehen). Zwischen dem ganz linken und dem äußersten rechten Bild liegen etwa 40 Sekunden. (Foto: Jaxa/NHK)

Seit gut eineinhalb Jahren zieht die japanische Raumsonde Kaguya ihre Kreise um den Mond – vom Westen (wie so oft bei fernöstlichen Missionen) leider weitgehend unbeachtet. Dabei hat die Mondsonde eine ganz erstaunliche Nutzlast an Bord: eine HD-Kamera, die aus einer Umlaufbahn von nur 100 Kilometern Höhe beeindruckende Bilder und Videos einer staubigen, pockennarbigen Mondoberfläche zeigt.

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Blitz-Diagnose

5. Juni 2009
Blitzeinschlag in ein Flugzeug auf den Seiten des amerikanischen National Weather Service. (Foto: NWS/NOAA, Z. Kawasaki/Osaka University - via Cosmic Log)

Blitzeinschlag in ein Flugzeug auf den Seiten des amerikanischen National Weather Service. (Foto: NWS/NOAA, Z. Kawasaki/Osaka University - via Cosmic Log)

Ein Airline-Chef sollte eigentlich wissen, dass die erste, scheinbar naheliegendste Erklärung eines Flugzeugabsturzes meist ziemlich weit von der Realität entfernt ist und dass in der Regel erst eine unglückliche Verkettung vieler unterschiedlicher Umstände zum Absturz eines modernen Passagierjets führt. Umso erstaunlicher ist es, dass Air-France-Chef Pierre-Henri Gourgeon bereits wenige Stunden nach dem offiziellen Verschwinden von Flug AF447 einen Blitzschlag ins Spiel brachte und wenig später von seinem Sprecher als „wahrscheinlichste“ Unfallursache bestätigen ließ. Oder auch nicht: Immerhin gelang es Gourgeon so, seine Fluglinie für einige Zeit aus der Schusslinie zu nehmen – solange, bis Journalisten begannen nachzufragen.

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