Mond-Splitter (I): Apollos Apotheke

Würden diese Menschen leichtfertig zu Medikamenten greifen? Eben: Neil Armstrong, Michael Collins und Buzz Aldrin (v.l., Foto: Nasa)

Würden diese Menschen leichtfertig zu Medikamenten greifen? Eben: Neil Armstrong, Michael Collins und Buzz Aldrin (v.l., Foto: Nasa)

Drogen scheinen nicht ihr Ding gewesen zu sein – zumindest nicht während des Flugs zum Mond: Die Crew von Apollo 11 ließ die umfangreiche Bordapotheke, die ihnen die Nasa vorsorglich mit eingepackt hatte, so gut wie unberührt. Am Ende der Mission fehlten lediglich zwei Lomotil-Tabletten (ein beliebtes Mittel gegen Durchfall), sechs Kapseln gegen die Folgen der Weltraumkrankheit (mit den Wirkstoffen Scopolamin und Amphetamin) sowie eine unbekannte Anzahl an Aspirin-Tabletten – eine Tatsache, die Bayer noch heute für ihr Marketing einsetzt. Nicht einmal die zu jener Zeit unter Astronauten sehr beliebten Seconal-Tabletten, ein starkes Schlafmittel, rührten Armstrong, Aldrin und Collins an.

Dabei hatte die Nasa an fast alles gedacht: Antibiotika fehlten ebenso wenig wie Schnupfenmittel, Tabletten gegen Blähungen oder unterschiedlich starke Schmerz- und Betäubungsmittel. Sogar Demerol, ein Schmerzmittel mit opiumähnlicher Wikrung, das heutzutage in aller Munde groß in den Schlagzeilen ist, war mit an Bord. Für ihre Art des Moonwalks konnten Armstrong und Aldrin aber getrost darauf verzichten.

Die Archive der Nasa zu den Apollo-Missionen sind eine schier unerschöpfliche Fundgrube an Informationen – manche sind weltbewegend, andere eher nebensächlich, manche staatstragend, andere amüsant. Im Vorfeld des 40. Jahrestags der ersten Mondlandung sollen in loser Folge Reihe einige dieser Splitter zusammengetragen werden.

3 Antworten zu Mond-Splitter (I): Apollos Apotheke

  1. doc_holiday sagt:

    Sind diese Archive im Internet frei zugänglich oder haben Sie andere Quellen?

    • Alexander Stirn sagt:

      Die Informationen sind alle frei zugänglich, allerdings (wie leider so oft bei der Nasa) über viele Sites und Center verstreut. Eine ganz gute Sammlung an Quellen gibt es bei der Nasa History Division. Was das Ganze nicht einfacher macht: Oftmals wurden die Dokumente zwar eingescannt, die PDF-Dateien können aber nicht durchsucht werden.

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