Mondlandung auf texanisch

Mit zwei Millionen Dollar ist die Lunar Lander Challenge, die die X Prize Foundation im Auftrag der Nasa veranstaltet, dotiert. (Grafik: X Prize Foundation)

Mit insgesamt zwei Millionen Dollar ist die Lunar Lander Challenge dotiert, die die X Prize Foundation im Auftrag der Nasa veranstaltet. (Grafik: X Prize Foundation)

Wettbewerbe sind derzeit in der Raumfahrtbranche groß in Mode. Seit im Oktober 2004 der mit zehn Millionen Dollar dotierte X-Prize für den ersten bemannten Privatflug ins All ausgeschüttet wurde – und gleichzeitig den Startschuss für den Weltraumtourismus gab – sind Preisgelder für alle möglichen Aktivitäten ausgesetzt: für Mond-Rover, für Weltraumaufzüge, für drahtlose Stromübertragung. Seit wenigen Tagen steht fest: Das Preisgeld für die erste in privater Regie gebaute Mondlandefähre wird die Nasa in diesem Jahr auf jeden Fall los.

Am 12. September absolvierte Scorpuis, eine vom texanischen Unternehmen Armadillo Aerospace entwickelte Fähre, souverän die Anforderungen der „Lunar Lander Challenge“. Der ferngesteuerte Prototyp startete senkrecht in mehr als 50 Meter Höhe, flog vertikal zu einer 50 Meter entfernten Landeplattform, deren Oberfläche dem Mond nachempfunden war, und setzte dort nach gut drei Minuten Flugzeit mehr oder minder sanft auf – wie das Video des Fluges beweist:

Nach einem kurzen Tankstopp ging es auf dem umgekehrten Weg zurück. Die Fähre ist übrigens um einiges größer als sie auf den ersten Blick erscheint. Deutlich wird das gegen Ende des Videos, wenn nach erfolgreicher Landung der nette Mann mit dem Feuerlöscher kommt.

Vollgetankt wiegt das Vehikel auf der Erde gut 850 Kilogramm. Gut sichtbar ist auch, wie die Steuerdüse ständig korrigieren muss, während die eigentliche Fähre kaum hin und her wackelt.

Auch wenn die Texaner die Ersten waren, denen die simulierte Mondlandung gelungen ist, können sie den mit einer Million Dollar dotierten Hauptpreis der Lunar Lander Challenge noch nicht fest verplanen. Zwei weitere Unternehmen, Masten Space Systems und Unreasonable Rocket, wollen in den kommenden Wochen nachziehen. Absolvieren die beiden ebenfalls die gestellten Aufgaben, wird entscheidend sein, wer sich genauer an die fliegerischen Vorgaben gehalten hat.

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