Der letzte Clown im All?

29. September 2009

Guy Laliberté, früherer Straßenclown und heutiger Milliardär, soll siebter ISS-Tourist werden. (Foto: One Drop Foundation)

Guy Laliberté, früherer Straßenclown und heutiger Milliardär, soll siebter ISS-Tourist werden. (Foto: One Drop Foundation)

Wer immer auf die Idee kam, die freien Sitzplätze in Russlands Raumschiffen an westliche Touristen zu verscherbeln, er hätte einen hohen russischen Orden verdient: Seit acht Jahren füllt sich die finanziell notorisch klamme Raumfahrtagentur Roskosmos nun schon die Taschen, indem sie zahlungskräftigen Abenteurern eine Mitfluggelegenheit zur ISS anbietet. Mit dem Flug von Cirque-du-Soleil-Gründer Guy Laliberté, der am Mittwochmorgen zur Raumstation starten soll, könnte damit allerdings vorerst Schluss sein. Die Russen haben einen anderen, mächtigen (aber vielleicht nicht ganz so zahlungskräftigen) Geldgeber gefunden: die Nasa.

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Ja wie laufen sie denn?

18. August 2009
Ist der schnell, Mann: Usain Bolt, hier kurz nach seinen 9,69 Sekunden in Peking (Foto: Richard Giles)

Ist der schnell, Mann: Usain Bolt, hier kurz nach seinen 9,69 Sekunden in Peking (Foto: Richard Giles)

Zur Abwechslung soll es heute mal um irdische Objekte gehen – und zwar um solche, die besonders tief fliegen: 100-Meter-Sprinter, genauer gesagt Usain Bolt, jenen jamaikanischen Schnelläufer, der nicht nur innerhalb von 15 Monaten gleich dreimal den Weltrekord verbessert hat, sondern mit nunmehr 9,58 Sekunden auch in eine andere Dimension vorgedrungen ist. Was unweigerlich drei Fragen aufwirft: Wie macht er das? Wo ist das Limit? Und was zum Teufel tut McDonalds in seine Nuggets? Zu den ersten beiden Fragen hier ein paar ungeordnete Gedanken/Fundstücke.

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Mond-Splitter (V): Fliegende Fäkalien

18. Juli 2009
Der Fäkalienbeutel (mitsamt Toilettenpapier und Bakterizid), der während der Apollo-Flügel zum Einsatz kam. (Foto: Nasa)

Der Fäkalienbeutel (mitsamt Toilettenpapier und Bakterizid), der während der Apollo-Flüge zum Einsatz kam. (Foto: Nasa)

Jetzt wird’s unappetitlich, aber da müssen wir durch. Schließlich ging es den Apollo-Astronauten genauso. Die mussten jenen Weg, den selbst der Kaiser zu Fuß zurücklegt, zwar nicht per Pedes in Angriff nehmen – die Schwerelosigkeit eröffnet da völlig neue Wege. Daran, dass sie müssen mussten, hat das allerdings auch nichts geändert. Genauso wenig wie die auf geringe Darmaktivitäten ausgelegte Nahrung oder die Medikamente, die den Verdauungstrakt ruhigstellen sollten.

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Mond-Splitter (IV): Von Präsidenten und Plaketten

16. Juli 2009
Die "Apollo 11"-Plakette vor ihrem Flug zum Mond. (Klicken zum Vergrößern, Foto: Nasa)

Die "Apollo 11"-Plakette vor ihrem Flug zum Mond. (Klicken zum Vergrößern, Foto: Nasa)

Wenn eines Tages ein Vertreter jener seltsamen Spezies der Graphologen auf dem Mond landen und zur Landestelle von Apollo 11 pilgern würde, er könnte bestimmt sofort sagen, wer damals als Erster den Mond betreten durfte und wer einsam und verlassen um den Erdtrabanten kreisen musste. Denn seinem vermeintlich geschulten Auge würde eine unscheinbare Plakette sicher nicht entgehen – versehen mit vier Unterschriften.

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Mond-Splitter (III): Kulinarischer Kosmos

15. Juli 2009
Typischer Essenspack während einer "Apollo"-Mission. (Foto: Nasa)

Typischer Essenspack während einer "Apollo"-Mission. (Foto: Nasa)

Was machen zwei abenteuerlustige junge Männer, nachdem sie als erste Menschen auf einem fernen Himmelskörper gelandet sind? Sie schlagen sich den Bauch voll und legen sich dann aufs Ohr. Zumindest sah das der Flugplan für Apollo 11 vor: Gut zwei Stunden nach der Landung, nachdem alle Systeme gesichert und die Fähre überprüft worden war, stand Essen auf dem Plan, dann vier Stunden Ruhe und noch einmal ein Stündchen Essen. So genau nahmen es Armstrong und Aldrin dann aber doch nicht.

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Mond-Splitter (II): Segelnde Schweizer

14. Juli 2009
Buzz Aldrin entrollt auf dem Mond das Schweizer Sonnensegel. (Foto: Nasa)

Buzz Aldrin entrollt auf dem Mond das Schweizer Sonnensegel. (Foto: Nasa)

Wer hat’s erfunden? Genau: Das erste wissenschaftliche Experiment, das auf dem Mond von Menschenhand aufgestellt wurde, kam natürlich aus der Schweiz.

Nicht einmal 20 Minuten, nachdem Buzz Aldrin seinen linken Fuß auf den Mond gesetzt hatte, begann er damit, ein in Bern entwickeltes Sonnensegel zu entrollen. Die dünne Aluminiumfolie sollte den Sonnenwind einfangen – und führte beinahe zu diplomatischen Verwicklungen.

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Mond-Splitter (I): Apollos Apotheke

13. Juli 2009
Würden diese Menschen leichtfertig zu Medikamenten greifen? Eben: Neil Armstrong, Michael Collins und Buzz Aldrin (v.l., Foto: Nasa)

Würden diese Menschen leichtfertig zu Medikamenten greifen? Eben: Neil Armstrong, Michael Collins und Buzz Aldrin (v.l., Foto: Nasa)

Drogen scheinen nicht ihr Ding gewesen zu sein – zumindest nicht während des Flugs zum Mond: Die Crew von Apollo 11 ließ die umfangreiche Bordapotheke, die ihnen die Nasa vorsorglich mit eingepackt hatte, so gut wie unberührt. Am Ende der Mission fehlten lediglich zwei Lomotil-Tabletten (ein beliebtes Mittel gegen Durchfall), sechs Kapseln gegen die Folgen der Weltraumkrankheit (mit den Wirkstoffen Scopolamin und Amphetamin) sowie eine unbekannte Anzahl an Aspirin-Tabletten – eine Tatsache, die Bayer noch heute für ihr Marketing einsetzt. Nicht einmal die zu jener Zeit unter Astronauten sehr beliebten Seconal-Tabletten, ein starkes Schlafmittel, rührten Armstrong, Aldrin und Collins an.

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