Wie die Nasa „Erfolg“ definiert

4. November 2009
Ares I-X startet am

"Ares I-X" startet am 28. Oktober in den blauen Himmel über Cape Canaveral. (Foto: Nasa/Scott Andrews)

Gene Kranz, legendärer Flugleiter der Apollo-Missionen, hat einen Satz geprägt, der zum Leitmotiv des amerikanischen Mondprogramms werden sollte: „Failure is not an Option“. Vierzig Jahre später, beim zweiten Mondprogramm, hat sich daran offensichtlich nichts geändert. Die Nasa feiert den Testflug der Ares I-X, eines sehr frühen Prototypen der möglichen nächsten Mondrakete, als uneingeschränkten Erfolg. Dabei sieht die Realität etwas anders aus.

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Der deutsche Vorbehalt

25. Oktober 2009
So hätte es aussehen sollen, wenn Deutschland erstmals auf dem Mond landet. (Bild: EADS)

So hätte es aussehen sollen, wenn Deutschland erstmals auf dem Mond landet. (Bild: EADS)

Zugegeben: Die Raumfahrt war keines der Kernthemen im ohnehin seltsam inhaltsleeren Wahlkampf des Jahres 2009. Dass sie großen Raum in den Koalitionsverhandlungen einnehmen wird, war daher auch nicht zu erwarten. Zwei Sätze, insgesamt 21 Worte, war Schwarz-Gelb das Thema im nun ausgehandelten Koalitionsvertrag dann doch wert.

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Der lange, lange Weg ins All

14. Oktober 2009
Ingenieurs- und Flugmodell (hinten) von NIRSpec im Reinraum in Ottobrunn. (Foto: Astrium)

Ingenieurs- und Flugmodell (hinten) von NIRSpec im Reinraum in Ottobrunn. (Foto: Astrium)

Was mich an Raumfahrtprojekten immer wieder fasziniert, ist die unglaublich lange Zeit, die für Planung und Entwicklung nötig ist. 15 Jahre zwischen den ursprünglichen Plänen und den ersten wissenschaftlichen Ergebnissen sind da keine Seltenheit. So auch beim designierten Nachfolger des Hubble-Teleskops, dem James Webb Space Telescope (JWST). Das soll zwar frühestens 2014 ins All geschossen werden, doch wenn man derzeit in die Reinräume der Entwickler schaut, könnte man meinen, der Start sei nur noch wenige Monate entfernt.

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Hat die Nasa bei „Lcross“ versagt?

9. Oktober 2009
Auf Kollisionskurs: Die Aussicht von "Lcross" eine gute halbe Stunde vor dem Einschlag auf dem Mond. (Foto: Nasa)

Auf Kollisionskurs: Die Aussicht von "Lcross" eine gute halbe Stunde vor dem Einschlag auf dem Mond. (Foto: Nasa)

Irgendwas muss bei der Nasa gehörig schief gelaufen sein – und sei es in der Kommunikation: Eine Staubwolke, die sich „etwa zehn Kilometer über die Mondoberfläche erheben wird“, hatte man der Öffentlichkeit zum Abschluss der Lcross-Mission versprochen. Amateurastronomen wurden aufgefordert, den lange geplanten Einschlag einer ausgebrannten Oberstufe mit ihren Teleskopen zu verfolgen. Star Partys und öffentliche Übertragungen auf Großleinwänden wurden organisiert, das Ereignis war live im landesweiten Fernsehen zu sehen.

Und was gab es zu sehen? Nichts.

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Der letzte Clown im All?

29. September 2009

Guy Laliberté, früherer Straßenclown und heutiger Milliardär, soll siebter ISS-Tourist werden. (Foto: One Drop Foundation)

Guy Laliberté, früherer Straßenclown und heutiger Milliardär, soll siebter ISS-Tourist werden. (Foto: One Drop Foundation)

Wer immer auf die Idee kam, die freien Sitzplätze in Russlands Raumschiffen an westliche Touristen zu verscherbeln, er hätte einen hohen russischen Orden verdient: Seit acht Jahren füllt sich die finanziell notorisch klamme Raumfahrtagentur Roskosmos nun schon die Taschen, indem sie zahlungskräftigen Abenteurern eine Mitfluggelegenheit zur ISS anbietet. Mit dem Flug von Cirque-du-Soleil-Gründer Guy Laliberté, der am Mittwochmorgen zur Raumstation starten soll, könnte damit allerdings vorerst Schluss sein. Die Russen haben einen anderen, mächtigen (aber vielleicht nicht ganz so zahlungskräftigen) Geldgeber gefunden: die Nasa.

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Es gibt noch mehr Eis, Baby!

24. September 2009
Kaum da, schon wieder weg: Von Meteoriten freigelegtes (und alsbald sublimiertes) Eis auf dem Mars. (Foto: Nasa/JPL)

Kaum da, schon wieder weg: Von Meteoriten freigelegtes (und alsbald sublimiertes) Eis auf dem Mars. (Foto: Nasa/JPL)

Nachdem die Raumsonde Phoenix vor gut einem Jahr beim Buddeln im Marssand Eisbrocken gefunden hatte, war klar: In der Polarregion des Roten Planeten ist bereits wenige Zentimeter unter der Oberfläche mit gefrorenem Wasser zu rechnen. Jetzt wollen Nasa-Forscher auch in deutlich gemäßigteren Breiten auf Eisvorkommen gestoßen sein. Hilfe beim Graben bekamen sie dabei aus dem All: von Meteoriten.

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Mondlandung auf texanisch

16. September 2009
Mit zwei Millionen Dollar ist die Lunar Lander Challenge, die die X Prize Foundation im Auftrag der Nasa veranstaltet, dotiert. (Grafik: X Prize Foundation)

Mit insgesamt zwei Millionen Dollar ist die Lunar Lander Challenge dotiert, die die X Prize Foundation im Auftrag der Nasa veranstaltet. (Grafik: X Prize Foundation)

Wettbewerbe sind derzeit in der Raumfahrtbranche groß in Mode. Seit im Oktober 2004 der mit zehn Millionen Dollar dotierte X-Prize für den ersten bemannten Privatflug ins All ausgeschüttet wurde – und gleichzeitig den Startschuss für den Weltraumtourismus gab – sind Preisgelder für alle möglichen Aktivitäten ausgesetzt: für Mond-Rover, für Weltraumaufzüge, für drahtlose Stromübertragung. Seit wenigen Tagen steht fest: Das Preisgeld für die erste in privater Regie gebaute Mondlandefähre wird die Nasa in diesem Jahr auf jeden Fall los.

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