Die vergessene Vision

1. Februar 2010
Das waren noch Zeiten, als das große Ziel darin bestand, die ersten Spuren auf einem anderen Himmelskörper zu hinterlassen. (Foto: Nasa)

Das waren noch Zeiten, als das große Ziel darin bestand, die ersten Spuren auf einem anderen Himmelskörper zu hinterlassen. (Foto: Nasa)

Man kann viel Schlechtes über George W. Bushs „Vision“ sagen, im Jahr 2020 wieder einen amerikanischen Astronauten auf dem Mond abzusetzen. Man kann kritisieren, dass Bush sehr schnell wieder das Interesse daran verloren hat. Dass es ihm zu keinem Zeitpunkt gelang, Begeisterung für seine Pläne zu entfachen. Dass das ganze Unternehmen von Anfang an unterfinanziert war. Dass der Mond als Ziel eh uninteressant ist. Aber eines muss man Bush lassen: Er hatte in puncto Raumfahrt zumindest so etwas wie eine Vision. Bei Obama sieht das ganz anders aus.

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Verfressene Astronauten

24. Januar 2010
Damit ihre männlichen Mit-Astronauten stilvoll den Superbowl anschauen können, bereitet Sandra Magnus schon mal die Snacks vor. (Foto: Nasa)

Damit ihre männlichen Mit-Astronauten stilvoll den Superbowl anschauen können, bereitet Sandra Magnus schon mal die Snacks vor. (Foto: Nasa)

Wer in den vergangenen Wochen die Berichterstattung über die Internationale Raumstation ISS verfolgt hat, könnte zu dem Schluss gekommen sein, dass die Astronauten an Bord nichts anderes zu tun haben als zu essen, noch mehr zu essen, ein paar Sammlerstücke durch die Gegend zu fliegen und die Welt mit Kurznachrichten aus dem All zu unterhalten. Lustig. Aber muss das – in dieser Fülle – sein?

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Aber meiner ist feuchter

18. November 2009
Im Cabeus-Krater auf dem Mond will die Nasa "signifikante Mengen" an Wassereis gefunden haben. (Foto: Nasa/GSFC/Arizona State University)

Im Cabeus-Krater auf dem Mond will die Nasa "signifikante" Mengen an Wassereis gefunden haben. (Foto: Nasa/GSFC/ASU)

Wenn das Geld knapp wird und die Zukunft ungewiss, beginnen für gewöhnlich die Verteilungskämpfe. In der amerikanischen Raumfahrt, über deren Ausrichtung Präsident Obama in den nächsten Monaten entscheiden will, ist das nicht anders. Derzeit dürfte die Variante einer Vision in Führung liegen, die sich flexible path nennt, und sie ist immerhin so flexibel, dass sie um Mars und Mond einen mehr oder weniger weiten Bogen machen wird. Höchste Zeit für die Freunde der beiden Himmelskörper, sich in Stellung bringen. Wie das aussieht, kann man derzeit in den USA sehen.

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Wie die Nasa „Erfolg“ definiert

4. November 2009
Ares I-X startet am

"Ares I-X" startet am 28. Oktober in den blauen Himmel über Cape Canaveral. (Foto: Nasa/Scott Andrews)

Gene Kranz, legendärer Flugleiter der Apollo-Missionen, hat einen Satz geprägt, der zum Leitmotiv des amerikanischen Mondprogramms werden sollte: „Failure is not an Option“. Vierzig Jahre später, beim zweiten Mondprogramm, hat sich daran offensichtlich nichts geändert. Die Nasa feiert den Testflug der Ares I-X, eines sehr frühen Prototypen der möglichen nächsten Mondrakete, als uneingeschränkten Erfolg. Dabei sieht die Realität etwas anders aus.

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O tempora, o Ares

27. August 2009
Schrott schon vor dem ersten Start? Ende Oktober sollte mit dem Testflug von Ares I-X eigentlich eine neue Ära beginnen. (Bild: Nasa)http://www.nasa.gov/images/content/272718main_aresIx_mposter_lg_full.jpg

Schrott schon vor dem ersten Start? Ende Oktober sollte mit dem Testflug von Ares I-X eigentlich eine neue Ära beginnen. (Bild: Nasa)

Sie ist 99,74 Meter lang, 816 Tonnen schwer und vielleicht schon bald das teuerste Stück Weltraumschrott: In einem überdimensionalen Hangar auf dem Gelände des Kennedy Space Center wartet die neueste Rakete der Nasa, Ares I-X genannt, auf ihren Testflug. Der Start ist für den 31. Oktober geplant. Doch wenn es dumm läuft, ist das Ares-Programm bis dahin längst gestrichen.

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Blog-Teleskop #31

26. Juli 2009

Willkommen bei der 31. Ausgabe des Blog-Teleskops, des zweiwöchentlichen Blicks in die deutschsprachigen Astronomieblogs. Heute ist es auf den Tag genau 40,016 Jahre her, dass erstmals ein Mensch auf einem anderen Himmelskörper gelandet ist. Womit klar wäre, welches Thema die Wissenschafts-Blogs (und nicht nur die) in den vergangenen 14 Tagen dominiert hat: Neil Armstrongs kleiner aber feiner Schritt auf dem Mond.

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Die Krise der bemannten Raumfahrt: Vier Thesen

23. Juli 2009
Astronauten können vieles. Ihr wichtigste Fähigkeit liegt aber darin, Menschen zu faszinieren und zu inspirieren. (Foto: Nasa)

Astronauten können vieles. Ihr wichtigste Fähigkeit liegt aber darin, Menschen zu faszinieren und zu inspirieren. (Foto: Nasa)

Das Jubiläum der Mondlandung hat, wie zu hoffen war, die Diskussion über Sinn und Zweck der bemannten Raumfahrt neu befeuert – zum Beispiel bei den ScienceBlogs, bei der SonnTaz oder bei den Kosmologs, um nur einige zu nennen.

Und schon allein, dass nach langen Jahren des Schweigens wieder diskutiert wird, ist ein gutes Zeichen. Dennoch ist und bleibt die bemannten Raumfahrt in der Krise. Vier Thesen dazu.

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