Hinter den Kulissen von Kourou

24. Juni 2009
Was von "Herschel" übrig blieb: Rauchwolken am Himmel nach dem Start der Ariane 5. (Foto: Stirn)

Was von "Herschel" übrig blieb: Rauchwolken nach dem Start der Ariane 5. (Foto: Stirn)

Mehr als einen Monat sind die beiden Teleskope Herschel und Planck nun im All. Vor einigen Tagen hat Herschel das erste Bild geliefert, und die Aufnahme ist – für ein extrem langwelliges Infrarot-Teleskop, dessen Spiegel noch nicht einmal richtig abgekühlt sind – sehr beachtlich. Albrecht Poglitsch, Principal Investigator der PACS-Kamera an Bord von Herschel, meinte im Interview einmal: Übertragen auf das kurzwellige sichtbare Licht sei Herschel nicht viel besser als ein Fernglas, aber immerhin könne man im fernen Infrarot nun erstmals mit einer brauchbaren Vergrößerung arbeiten. So viel nur kurz zur Bildqualität.

Höchste Zeit also, endlich ein altes Versprechen einzulösen: Ich wollte noch ein paar Bilder von der Pressereise zum Herschel-Start nach Kourou zeigen, die nicht nur den eigentlichen Raketenstart umfasste, sondern auch einige (ausgewählte) Blicke hinter die Kulissen des Centre Spatial Guyanais erlaubten, wie das europäische Raumfahrtzentrum im französischen Dschungel offiziell heißt.

Den Rest des Beitrags lesen »


Reif fürs Bilderbuch

14. Mai 2009
Nach dem Start von Herschel und Planck

Nach dem Start von Herschel und Planck

Wenn man eines Tages ein Lexikon der schlimmsten Raumfahrtfloskeln schreiben würde (was gar keine so schlechte Idee wäre), würde man unter „Bilderbuchstart“ wahrscheinlich den heutigen Start von Herschel und Planck finden.

Die dicken Regenwolken, die mit ihren Schauern morgens noch Korou heimsuchten, waren pünktlich verschwunden, der weiß-blaue Himmel fast schon kitschig. Und dann ein – nach vielen Verschiebungen – extrem reibungsloser Countdown.

Die verantwortlichen Wissenschaftler und Ingenieure waren jedenfalls beeindruckt, hier in Europas – Achtung: Floskelwörterbuch – Weltraumbahnhof.