Die vergessene Vision

1. Februar 2010
Das waren noch Zeiten, als das große Ziel darin bestand, die ersten Spuren auf einem anderen Himmelskörper zu hinterlassen. (Foto: Nasa)

Das waren noch Zeiten, als das große Ziel darin bestand, die ersten Spuren auf einem anderen Himmelskörper zu hinterlassen. (Foto: Nasa)

Man kann viel Schlechtes über George W. Bushs „Vision“ sagen, im Jahr 2020 wieder einen amerikanischen Astronauten auf dem Mond abzusetzen. Man kann kritisieren, dass Bush sehr schnell wieder das Interesse daran verloren hat. Dass es ihm zu keinem Zeitpunkt gelang, Begeisterung für seine Pläne zu entfachen. Dass das ganze Unternehmen von Anfang an unterfinanziert war. Dass der Mond als Ziel eh uninteressant ist. Aber eines muss man Bush lassen: Er hatte in puncto Raumfahrt zumindest so etwas wie eine Vision. Bei Obama sieht das ganz anders aus.

Den Rest des Beitrags lesen »


Aber meiner ist feuchter

18. November 2009
Im Cabeus-Krater auf dem Mond will die Nasa "signifikante Mengen" an Wassereis gefunden haben. (Foto: Nasa/GSFC/Arizona State University)

Im Cabeus-Krater auf dem Mond will die Nasa "signifikante" Mengen an Wassereis gefunden haben. (Foto: Nasa/GSFC/ASU)

Wenn das Geld knapp wird und die Zukunft ungewiss, beginnen für gewöhnlich die Verteilungskämpfe. In der amerikanischen Raumfahrt, über deren Ausrichtung Präsident Obama in den nächsten Monaten entscheiden will, ist das nicht anders. Derzeit dürfte die Variante einer Vision in Führung liegen, die sich flexible path nennt, und sie ist immerhin so flexibel, dass sie um Mars und Mond einen mehr oder weniger weiten Bogen machen wird. Höchste Zeit für die Freunde der beiden Himmelskörper, sich in Stellung bringen. Wie das aussieht, kann man derzeit in den USA sehen.

Den Rest des Beitrags lesen »


Der deutsche Vorbehalt

25. Oktober 2009
So hätte es aussehen sollen, wenn Deutschland erstmals auf dem Mond landet. (Bild: EADS)

So hätte es aussehen sollen, wenn Deutschland erstmals auf dem Mond landet. (Bild: EADS)

Zugegeben: Die Raumfahrt war keines der Kernthemen im ohnehin seltsam inhaltsleeren Wahlkampf des Jahres 2009. Dass sie großen Raum in den Koalitionsverhandlungen einnehmen wird, war daher auch nicht zu erwarten. Zwei Sätze, insgesamt 21 Worte, war Schwarz-Gelb das Thema im nun ausgehandelten Koalitionsvertrag dann doch wert.

Den Rest des Beitrags lesen »


Hat die Nasa bei „Lcross“ versagt?

9. Oktober 2009
Auf Kollisionskurs: Die Aussicht von "Lcross" eine gute halbe Stunde vor dem Einschlag auf dem Mond. (Foto: Nasa)

Auf Kollisionskurs: Die Aussicht von "Lcross" eine gute halbe Stunde vor dem Einschlag auf dem Mond. (Foto: Nasa)

Irgendwas muss bei der Nasa gehörig schief gelaufen sein – und sei es in der Kommunikation: Eine Staubwolke, die sich „etwa zehn Kilometer über die Mondoberfläche erheben wird“, hatte man der Öffentlichkeit zum Abschluss der Lcross-Mission versprochen. Amateurastronomen wurden aufgefordert, den lange geplanten Einschlag einer ausgebrannten Oberstufe mit ihren Teleskopen zu verfolgen. Star Partys und öffentliche Übertragungen auf Großleinwänden wurden organisiert, das Ereignis war live im landesweiten Fernsehen zu sehen.

Und was gab es zu sehen? Nichts.

Den Rest des Beitrags lesen »


Mondlandung auf texanisch

16. September 2009
Mit zwei Millionen Dollar ist die Lunar Lander Challenge, die die X Prize Foundation im Auftrag der Nasa veranstaltet, dotiert. (Grafik: X Prize Foundation)

Mit insgesamt zwei Millionen Dollar ist die Lunar Lander Challenge dotiert, die die X Prize Foundation im Auftrag der Nasa veranstaltet. (Grafik: X Prize Foundation)

Wettbewerbe sind derzeit in der Raumfahrtbranche groß in Mode. Seit im Oktober 2004 der mit zehn Millionen Dollar dotierte X-Prize für den ersten bemannten Privatflug ins All ausgeschüttet wurde – und gleichzeitig den Startschuss für den Weltraumtourismus gab – sind Preisgelder für alle möglichen Aktivitäten ausgesetzt: für Mond-Rover, für Weltraumaufzüge, für drahtlose Stromübertragung. Seit wenigen Tagen steht fest: Das Preisgeld für die erste in privater Regie gebaute Mondlandefähre wird die Nasa in diesem Jahr auf jeden Fall los.

Den Rest des Beitrags lesen »


Peterchens Mondfahrt

12. August 2009
Raumfahrtkoordinator Peter Hintze will zum Mond: 2015 soll eine deutsche Sonde auf dem Trabanten landen. (Foto: BMWi)

Raumfahrtkoordinator Peter Hintze träumt vom (vorerst unbemannten) Flug zum Mond. (Foto: BMWi)

Peter Hintze will hoch hinaus. Geht es nach dem Raumfahrtkoordinator der Bundesregierung, wird Deutschland spätestens 2015 auf dem Mond landen. Unbemannt, mit einem Rover oder einem „Krabbler“, wie Hintze es ausdrückt. Es sind hehre Pläne, die der CDU-Politiker heute – exakt 46 Tage vor der Bundestagswahl – vorgestellt hat, und aus wissenschaftlicher Sicht lässt sich über eine solche Mission (noch dazu als deutscher Alleingang) sicherlich streiten.

Den Rest des Beitrags lesen »


Blog-Teleskop #31

26. Juli 2009

Willkommen bei der 31. Ausgabe des Blog-Teleskops, des zweiwöchentlichen Blicks in die deutschsprachigen Astronomieblogs. Heute ist es auf den Tag genau 40,016 Jahre her, dass erstmals ein Mensch auf einem anderen Himmelskörper gelandet ist. Womit klar wäre, welches Thema die Wissenschafts-Blogs (und nicht nur die) in den vergangenen 14 Tagen dominiert hat: Neil Armstrongs kleiner aber feiner Schritt auf dem Mond.

Den Rest des Beitrags lesen »