Glückwunsch, alte Dame!

24. Dezember 2009
Ein echtes Christkind: Die Ariane 1 startet zum ersten Mal. (Foto: Esa/Cnes/Arianespace)

Ein echtes Christkind: Die Ariane 1 startet zum ersten Mal. (Foto: Esa/Cnes/Arianespace)

An Heiligabend 1979, um exakt 18.14 Uhr deutscher Zeit, machte sich Europa auf ins All. Vom französischen Weltraumzentrum in Kourou startete erstmals eine Ariane-Rakete in den blauen Himmel über Französisch-Guyana. 30 Jahre und viele Rückschläge später hat sich die Ariane zu einer der wichtigsten und zuverlässigsten Trägerraketen gemausert. In diesem Sinne: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag.

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Der deutsche Vorbehalt

25. Oktober 2009
So hätte es aussehen sollen, wenn Deutschland erstmals auf dem Mond landet. (Bild: EADS)

So hätte es aussehen sollen, wenn Deutschland erstmals auf dem Mond landet. (Bild: EADS)

Zugegeben: Die Raumfahrt war keines der Kernthemen im ohnehin seltsam inhaltsleeren Wahlkampf des Jahres 2009. Dass sie großen Raum in den Koalitionsverhandlungen einnehmen wird, war daher auch nicht zu erwarten. Zwei Sätze, insgesamt 21 Worte, war Schwarz-Gelb das Thema im nun ausgehandelten Koalitionsvertrag dann doch wert.

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Der lange, lange Weg ins All

14. Oktober 2009
Ingenieurs- und Flugmodell (hinten) von NIRSpec im Reinraum in Ottobrunn. (Foto: Astrium)

Ingenieurs- und Flugmodell (hinten) von NIRSpec im Reinraum in Ottobrunn. (Foto: Astrium)

Was mich an Raumfahrtprojekten immer wieder fasziniert, ist die unglaublich lange Zeit, die für Planung und Entwicklung nötig ist. 15 Jahre zwischen den ursprünglichen Plänen und den ersten wissenschaftlichen Ergebnissen sind da keine Seltenheit. So auch beim designierten Nachfolger des Hubble-Teleskops, dem James Webb Space Telescope (JWST). Das soll zwar frühestens 2014 ins All geschossen werden, doch wenn man derzeit in die Reinräume der Entwickler schaut, könnte man meinen, der Start sei nur noch wenige Monate entfernt.

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Hat die Nasa bei „Lcross“ versagt?

9. Oktober 2009
Auf Kollisionskurs: Die Aussicht von "Lcross" eine gute halbe Stunde vor dem Einschlag auf dem Mond. (Foto: Nasa)

Auf Kollisionskurs: Die Aussicht von "Lcross" eine gute halbe Stunde vor dem Einschlag auf dem Mond. (Foto: Nasa)

Irgendwas muss bei der Nasa gehörig schief gelaufen sein – und sei es in der Kommunikation: Eine Staubwolke, die sich „etwa zehn Kilometer über die Mondoberfläche erheben wird“, hatte man der Öffentlichkeit zum Abschluss der Lcross-Mission versprochen. Amateurastronomen wurden aufgefordert, den lange geplanten Einschlag einer ausgebrannten Oberstufe mit ihren Teleskopen zu verfolgen. Star Partys und öffentliche Übertragungen auf Großleinwänden wurden organisiert, das Ereignis war live im landesweiten Fernsehen zu sehen.

Und was gab es zu sehen? Nichts.

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Mondlandung auf texanisch

16. September 2009
Mit zwei Millionen Dollar ist die Lunar Lander Challenge, die die X Prize Foundation im Auftrag der Nasa veranstaltet, dotiert. (Grafik: X Prize Foundation)

Mit insgesamt zwei Millionen Dollar ist die Lunar Lander Challenge dotiert, die die X Prize Foundation im Auftrag der Nasa veranstaltet. (Grafik: X Prize Foundation)

Wettbewerbe sind derzeit in der Raumfahrtbranche groß in Mode. Seit im Oktober 2004 der mit zehn Millionen Dollar dotierte X-Prize für den ersten bemannten Privatflug ins All ausgeschüttet wurde – und gleichzeitig den Startschuss für den Weltraumtourismus gab – sind Preisgelder für alle möglichen Aktivitäten ausgesetzt: für Mond-Rover, für Weltraumaufzüge, für drahtlose Stromübertragung. Seit wenigen Tagen steht fest: Das Preisgeld für die erste in privater Regie gebaute Mondlandefähre wird die Nasa in diesem Jahr auf jeden Fall los.

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Sag zum Abschied zweimal Servus

15. September 2009
Bereit für seine erste und letzte große Reise: "CryoSat-2" im Reinraum der IABG. (Foto: Stirn)

Bereit für seine erste und letzte große Reise: "CryoSat-2" im Reinraum der IABG. (Foto: Stirn)

Duncan Wingham, Klimaphysiker am Londoner University College, hat schon einmal Abschied von Cryosat genommen. Das war Mitte 2005. Wenige Monate später lag der Erdbeobachtungssatellit, der die Dicke der Eisschicht in Arktis und Antarktis vermessen sollte, am Grunde des Ozeans, unweit des Nordpols.

Jetzt muss Wingham, ein Brite mit vollem hellblonden Haar, ein weiteres Mal Abschied nehmen. Cryosat, der Zweite, eine Kopie des Unglückssatelliten, ist bereit für seine erste und letzte große Reise – via Baikonur ins Weltall. Er soll erfolgreicher, zäher und besser sein als das Vorgängermodell. Am Montag wurde der 75 Millionen Euro teure Nachbau europäischen Journalisten vorgestellt.

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Koreaner im Kosmos

19. August 2009
"Naro-1" soll Südkorea den Weg in den Club der Raumfahrtnationen ebnen. Bislang war das Land auf Mitflüge in fremden Raketen angewiesen. (Foto: Kari)

"Naro-1" soll Südkorea den Weg in den Club der Raumfahrtnationen ebnen. Bislang war das Land auf Mitflüge in fremden Raketen angewiesen. (Foto: Kari)

Wenn etwas die Raumfahrt in den vergangenen 50 Jahren vorangebracht hat, dann waren das weder der menschliche Entdeckergeist oder die wissenschaftliche Neugier – sondern schlicht und einfach erbitterte Konkurrenz: Ohne das Wettrüsten zwischen der Sowjetunion und den USA wäre Juri Gagarin nie als erster Mensch ins All geflogen. Ohne die missglückte Invasion in der Schweinebucht hätte John F. Kennedy nicht die Flucht nach vorne antreten und eine so verrückte Idee wie die Mondlandung ankündigen müssen. Ohne die Angst, russische Experten nach dem Zusammenbruch des Ostblocks an Schurkenstaaten zu verlieren, hätte Bill Clinton aus der Idee einer US-Raumstation niemals ein internationales Projekt gemacht. Und auch beim jüngsten Anwärter auf einen Platz im Club der Raumfahrtnationen spielen Prestige und Konkurrenz wieder die Hauptrolle: Südkorea will ins All.

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